AVANGUARDIA MUSICALE DAL 1984
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Recensione di http://www.alternativmusik.de
Kshatriya ist ein Begriff aus dem Sanskrit, der soviel wie „Krieger“ bedeutet. Außerdem bezeichnet er nicht nur im indischen Kastensystem die Krieger-, Fürsten- und Königskaste, sondern ebenfalls die von der legendären italienischen Gruppe Ain Soph im Jahre 1988 veröffentlichte LP. Diese wird den meisten lediglich von eBay ein Begriff sein, wo sie mittlerweile die für diese Tonträger diesen Alters und Genres üblichen horrenden Preise erzielt. Nun ist das Machwerk 19 Jahre nach der Ersterscheinung bei HauRuck! SPQR im Digipack wieder veröffentlicht worden.
Für mich als Hörer jüngeren Datums überraschte mich doch sehr, was ich da hörte, kenne ich doch Ain Soph hauptsächlich von den Alben Aurora und Oktober. Dass diese Gruppe sich vorher anderen Klängen widmete, war mir bewusst, doch das was dort kam, erwartete ich dann doch nicht.
Auf Kshatriya sind rein rituelle Klangbilder vorhanden, die später auf vielen Cold Meat Industry-Veröffentlichungen zu finden waren. Auf dem ersten Lied ist getragene Klaviermusik, die von einer Frauenstimme begleitet wird. Auf dem zweiten wird das erste mit rituellen Klangteppichen fortgeführt, die sich zunächst hinterhältig ins Unterbewusstsein einschleichen, um nach etwa einer Minute ein Klanggewitter loszulassen, das einen einem das Mark erschüttert. Auf dem dritten Stück dann rituelles Getrommel mit einem erhabenen Sprechgesang. Gefolgt vom vierten Stück, bei welchem verzerrte E-Gitarren stark zu hören sind. Hier ist dann auch zum ersten Mal die für Ain Soph bekannte Stimme zu hören, die immer wieder „Kshatriya“ ruft. Mit dem fünften Stück geht die CD dann zu Ende und es erklingt eine ruhige Frauenstimme mit Akustikgitarrenklängen, die immer mehr ins Rituelle übergehen und schließlich folgt eine Rede, die die CD ausklingen lässt. Liedtitel gibt es nicht.
Die CD ist neben einem schönen Ritualalbum auch ein Stück Geschichte dieser Musik. Das ganze wurde digital nachbearbeitet und erscheint im Original-Artwork, in dem auch die LP erschien. Schade nur, dass das Booklet und alle auftauchenden Texte in Italienisch sind, wodurch die Idee hinter der CD sich denen, die dieser Sprache nicht mächtig sind, leider nicht erschließen werden. Aber das wird bei den Klängen zur Nebensache.
Homepage: members.xoom.virgilio.it/AinSophArs/
MySpace: www.myspace.com/ainsophroma

Text: Tristan Osterfeld
Das italienische Musikprojekt Les Jumeaux Discordants ging aus den beiden Projekten The Last Hour und Aimaproject hervor. Den meisten werden genau wie mir diese Projekte wenig sagen. Daher war ich umso gespannter auf das, was mich beim Hören der CD erwarten würde, die ich so unerwartet in meinem Briefkasten fand. Als sie dann in meinem CD-Spieler so lief empfand ich bei den sechs Stücken und einer Spielzeit von etwa 25 Minuten bei der CD, die in diesen Tagen beim Ain Soph-Label Misty Circles in einer Auflage von gerade mal 100 Stück herauskommt, ein Wechselbad der Gefühle. In der Auflage werden wohl auch nur die wenigsten diese Veröffentlichung wirklich wahrnehmen.
Les Jumeaux Discordants machen rein elektronische Musik, die von einer schön anzuhörenden weiblichen Stimme begleitet werden. Das Werk bringt eine sehr sakrale Stimmung herüber, die bei manchen Stücken schon sehr ambientlastig wirkt. Am ehesten ist das Projekt mit den mittlerweile nicht mehr existenten „The Moon lay hidden beneath a Cloud“ zu vergleichen. Jedoch klingen Les Jumeaux Discordants deutlich kälter und erreichen deren Qualität leider nie. Dafür sind die Stücke einfach zu sperrig und teilweise auch zu monoton. Dafür lässt die Musik doch immer mal wieder Schauer über den Rücken laufen. Positiv ist auch hervorzuheben, dass man die CD erst voll erfasst, nachdem man sie zwei bis drei Mal gehört hat. Erst dann entfalten sie ihren Reiz.
Objektiv gilt jedoch: Les Jumeaux Discordants auf ihrem Debüt nichts Innovatives hervorgebracht. Die sechs Stücke rangieren alle im Bereich des ordentlichen bis hin zu ganz gut. Herausstechen tut lediglich Betrayed Bride. Der Rest war schon genauso gut oder besser von anderen Projekten zu hören. Von daher ist es auch kein Verlust, die CD nicht gehört zu haben.
Zum Preis von acht Euro ist die CD aber auch nicht als Fehlkauf zu bezeichnen. Wer unbedingt mal wieder elektronische, düster-sakrale Musik von der Stange hören will, wird glücklich. Aber klar sollte auch jedem sein, dass es für etwas mehr Geld bessere Alternativen gibt.
Homepage: www.aimaproject.it
MySpace: www.myspace.com/lesjumeauxdiscordants
Label: www.hauruckspqr.com

Text: Tristan Osterfeld
(Old Europa Cafè/Misty Circles)
Polvere alla polvere
Originariamente incluse nel quadruplo box in vinile ‘Noi e il Mondo’, datato 2002 e realizzato in 100 limitatissime copie per la Nekofutschata, in collaborazione con D.B.P.I.T., Gruppo Folk Urbano Sperimentale Divisionista e Novy Svet (proprietari stessi dell’etichetta), vengono (ri)spolverate a nuova vita le composizioni di Circus Joy/Corrado Mancini, per merito di una congiunta operazione (splendido l’artwork) tra OEC e Misty Circles.
Sei tracce in studio, dove si diluiscono smaliziati furori punk non più di primo pelo (‘Non puoi nulla’ e ‘Suzi Dice’, quest’ultima già presente nel Circolo della Vela vol.3) e sperimentazioni ritualistico/ambientali (‘Uff! uff! uff’ e ‘Avrà i tuoi occhi’, con lyrics tratte da poemi di Cesare Pavese), supplite dalle glaciali spoken words di Mizar e Letizia, dall’humus dronico di Chris Blazen (titolare del progetto Bassifondi Orchestra) e dalla premiata ditta ClauDedi/Marcello Fraioli (Ain Soph).
Chiudono le danze altre sei tracce, registrate dal vivo nel 2002 a Roma, dove la band paga doverosa il tributo ai padrini Velvet Underground, con una cover in italiano di “Run, run, run”.